11.10.2014

Floorball ein Volltrefer

(mn, Waldeckische Landeszeitung, 11.10.2014)

Hedgehocks Fürstenberg - Floorball / Unihockey

Fotos: Artur Worobiow

 

Beim SV Fürstenberg wird aus einem Winterangebot eine wachsende Sparte

Floorball ist wie Eishockey. Nur ohne Eis, Helm (außer Keeper) und das ganze schwere Zeugs am Körper. Und mit Hallenschuhen. Für den SV Fürstenberg ist das Stockballspiel, das in den 1970er-Jahren als Unihockey das Licht der Sport-welt erblickte, eine Brücke in die Zukunft: Floorball ist so ziemlich das einzige Angebot für Kinder und Jugendliche im Lichtenfelser Ortsteil. Die Jury aus Sportkreis und Sparkasse hat das Projekt als eines von zweien ausgewählt, die im Rahmen der „Qualitätsoffensive“ als zukunftsweisende Nachwuchsarbeit gefördert werden. Floorball, das mit Kunststoff-schlägern und einem 23 Gramm leichten Lochball gespielt wird, ging im Dezember 2013 als Winterangebot für den Nachwuchs des SV Fürstenberg an den Start. Mittlerweile hat der Verein eine eigene Abteilung für das schnelle Spiel gegründet, Erwachsene betreiben, Schulen entdecken es und Spartenleiter Stefan Schäfer sagt: „Das Ding überrollt uns im Moment. Es passiert sehr viel auf einmal.“

 

Hedgehocks Fürstenberg - Floorball / Unihockey Hedgehocks Fürstenberg - Floorball / Unihockey

 

Auch ein Turnier haben die Kinder und Jugendlichen, die sich Hedgehocks nennen, schon bestritten. Zwölf bis 15 Mädchen und Jungen im Alter zwischen knapp sechs und zwölf Jahren greifen regelmäßig in der Igelstadt-Halle zum Schläger. „Seit einer Woche sind die ersten Auswärtigen dabei“, erzählt Schäfer, der auch als Trainer unterwegs ist. Wenn dann im Fußball die Freiluftsaison endet und nur noch einmal pro Woche trainiert wird, erwartet Schäfer weitere Aktive beim Floorball. Auf dem Programm steht Ende des Monats außerdem ein Floorball-Feriencamp. „Im Moment suchen wir noch einen Übungsleiter oder eine Übungsleiterin für die Kleinen“, sagt er. Die Floorball-Gruppe ist inzwischen, was etwa Spielstärke, Athletik oder Tempo angeht, schon aus Altersgründen nicht mehr so homogen. Das gemeinsame Training wird schwieriger. In der neuen Gruppe sollen die Vier- bis Achtjährigen unterkommen. „Wir planen eine Art Kinderturnen, bei dem ab und zu der Schläger in die Hand genommen wird“, sagt Schäfer.

Den nächsten Run könnte die geplante Kooperation mit einer Schule auslösen. Schäfer hat gewisse Erfahrung, was das Interesse an-geht – bei einem Floorball-Workshop an der ALS Korbach mit 24 Plätzen wollten mehr als 50 Schüler mitmachen. Was sie mit dem Geld anfangen wollen, wissen die Fürstenberger schon: eine eigene Bande kaufen. Ohne ist der Spaß höchstens halb so groß. „Die sind aber richtig teuer“, sagt Schäfer. Aktuell behelfen sie sich mit einer Leihgabe, die der Spartenleiter dank seiner guten Kontakte bei einer Herstellerfirma besorgt hat. Sie muss Anfang Februar 2015 jedoch wieder abgebaut werden.

 

Den ganzen Artikel zur Offensive für den Kinder- und Jugendsport findet ihr zum Download als .pdf Datei (Bild anklicken).
 

11-10-14-WLZ-preisverleihung

 

Quelle: Waldeckische Landeszeitung, 11.10.2014